Milliarden aus Moskau

„Wir kommen nicht mit Kalaschnikows, wir kommen mit Geld.“

Dieser Spruch des  russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin ist mehr als ein schönes Bonmot. In England haben russische Anleger Milliardensummen angelegt, Staatsunternehmen und Oligarchen viel Geld in deutsche Energieversorger investiert. Drei große Werften in Ostdeutschland gehören einem jungen Unternehmer aus Moskau. Gazprom der größte Energiekonzern der Welt sponsert den traditionsreichen Ruhrgebietsklub Schalke 04, aber auch die französische Rechtspartei „Front National“. In Frankreich hat der Kreml zwei Kriegsschiffe für mehr als eine Milliarde Euro bestellt. Geht es bei all dem um „Business as usual“ oder auch darum mit Hilfe wirtschaftlicher Macht politische Interessen des Kremls durchzusetzen?

Geopolitisch war 2014 eine tiefe Zäsur. Eine neue Ost-West-Auseinandersetzung mit Russland ist Realität geworden.
Doch wie sehr wird sie auch mit wirtschaftlichen Mitteln ausgetragen? Spielt russisches Geld in Europa dabei eine strategische Rolle? Gar gesteuert von einer Kreml-AG?